Wie funktioniert „biblische Gemeinde“?
Wie „entsteht“ eigentlich eine „neue“ Christengemeinde?
Die Worte in den Anführungszeichen sollen schon in der Überschrift aufzeigen, dass eine Christengemeinde in Wahrheit weder „entsteht“ noch „neu“ sein kann.
Denn gemäß Gottes Wort gibt es seit fast 2000 Jahren nur EINE Gemeinde,
nämlich die, die aus wiedergeborenen Menschen besteht, die
- Gottes Wort GLAUBEN
- in der Folge dieses Glaubens ihre Sünde erkannt und bekannt haben,
- und, die diesen Glauben auch öffentlich bezeugen, im Idealfall unterstrichen durch
die symbolische Handlung der Taufe.
Doch warum gibt es dann viele unterschiedliche „Gemeindeformen“? Weil wir Menschen fehlbar und sündhaft sind, und weil unser Wissen Stückwerk ist (1.Korinther 13,9+10). So gibt es von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedliche Sichtweisen auf äußere Details, sowie auf die Abläufe und Gepflogenheiten.
Die Wahrheit jedoch ist, dass allein Gott derjenige ist, der eine Gemeinschaft von Christen leiten kann. Wenn Menschen etwas „beschließen“, geht das immer nach hinten los. In Apostelgeschichte 5,38+39 warnt der weise Gesetzgelehrte Gamaliel die Feinde (!) der Christen:
„Wenn dieses (Christen-)Werk von Menschen ist, wird es (von alleine) zugrunde gehen! Wenn es aber von Gott ist, werdet IHR es nicht zugrunde richten können!“
Unten ist der Anfang der Entstehung dieser Christengemeinschaft in Molbergen durch die Hand Gottes aus einem Hauskreis detailliert beschrieben und mit einem perfekten Zeitplan Gottes ausführlich belegt.
Aber gibt es im Raum Cloppenburg nicht längst ausreichend viele Christengemeinden? Die gibt es ganz sicher. Dort findet man ebenso Christen, die ihr Leben der Nachfolge von Jesus Christus verschrieben haben, wie auch wir in Molbergen. Aber jede Gemeinschaft von Christen hat auch ihre menschlichen Schwächen und Fehler. Mit einigen dieser Fehler haben manche Christen so massive Probleme, dass sie auf der Suche nach anderen Gemeindeformen sind. Insbesondere die sogenannte „Gesetzlichkeit“ ist ein Grund, warum Christen vor einigen Gemeindeformen „fliehen“. Extremformen der Gesetzlichkeit schreiben vor, wie die angemessene Kleidung auszusehen hat, ob Schmuck erlaubt ist und wie die Haarpracht gestaltet werden soll. Gemäßigtere Formen legen jedenfalls Wert auf definierte Gemeinde-Ämter oder eine „Uniformkleidung“ bei Taufen.
Keine Gesetzlichkeit!
Für all diese Dinge können wir mit bestem Willen keine biblische Grundlage finden. Vielmehr sehen wir, dass Gesetzlichkeit für viel Streit unter Gläubigen sorgt, was tragisch ist, weil Jesus das ENDE des Gesetzes ist (Römer 10,4). Darum überlassen wir all diese Äußerlichkeiten jedem einzelnen Christen, der mit uns zusammenkommt, selber.
Für uns zählt nur eines, um den bekannten Bodyguard Michael Stahl zu zitieren, der Christen mit nur einem Satz definiert: „Hast du Jesus lieb?“ und nicht „Ist dein Rock auch lang genug?“, denn das ist die Gewissensentscheidung jedes Einzelnen!
Zu den Dingen, die wir in Molbergen ebenso ablehnen, gehören charismatische Züge wie Zungenrede oder Geisttaufe, die nach unserer Überzeugung Bausteine zu Beginn der Christenheit waren, ebenso sowie eine sogenannte „Gemeindestruktur“. Wir lehnen das Wählen oder „Ernennen“ von Ältesten, Aufsehern und Diakonen kategorisch ab. Gottes Wort spricht zwar von solchen Ämtern, aber diese müssen gemäß 1.Thessalonicher 5,12 nur ERKANNT, und nicht öffentlich bestimmt oder gewählt werden:
„Wir bitten euch, Brüder, dass ihr die erkennt (oder „anerkennt“), die unter euch arbeiten!“
Es war überwältigend zu sehen, wie hier in Molbergen, im ehemaligen Motorradclub der „Lords of Darkness“diese Strukturen nie benannt wurden, aber dennoch vorhanden waren. Niemand musste das Amt der Organistin einsetzen. Und dennoch haben wir eine. Niemand musste bestimmen, wer Putzdienste, Kochdienste oder die wertvolle Aufgabe der Kinderarbeit übernimmt. Es waren einfach Geschwister bereit, diese zu übernehmen. So bleibt die Gemeinschaft das Werk Gottes, und wird nicht zu einer „Gemeinde von Menschen“!
Mit der Taufe halten wir es ähnlich. Wir vertreten zwar die Taufe aus eigener Entscheidung („Erwachsenentaufe“), respektieren es aber ebenso, wenn Christen die Babytaufe, von den Eltern verliehen, als dies Bekenntnis anerkannt haben möchten, weil es eine persönliche Entscheidung, nicht die Entscheidung oder die Vorschrift einer Gemeinde sein kann.
Keinesfalls ist die Taufe ein „Aufnahmeritual“ in eine Gemeinde, sondern ein öffentliches Bekenntnis zu Christus. Aus diesem Grund dürfen wir jedes Jahr vielfach Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus im Thülsfelder Stausee mit der wahren biblischen Taufe taufen.
Auf diese unkomplizierte Weise, möchten wir auch in Zukunft in Molbergen Gott alle Ehre geben, denn allein ER ist unsere Struktur! Deshalb gibt es auch keine langfristigen Predigtpläne, denn wer sind wir, dass wir Monate im Voraus festlegen könnten, wer Predigtdienste tut? Wir wissen weder ob wir gesund bleiben, noch wie lange wir leben, wie Jakobus schreibt:
„Wohlan nun, ihr, die ihr sagt: heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen, und da ein Jahr zubringen und Handel treiben, und Gewinn machen (die ihr nicht wisst, was der morgige Tag bringen wird, denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist es ja, der eine kurze Zeit sichtbar ist, und dann verschwindet.) Statt dass ihr sagt: „Wenn der Herr will, und wir leben, so werden wir auch dies oder jenes tun!“.“ (Jakobus 4,13+14)
Was wir natürlich mittelfristig planen müssen, sind größere Vorhaben, wie die besagten Taufen oder Evangelistische Veranstaltungen. Das legen wir dann vollständig in Gottes Hand, genau wie auch die Wetterlage an diesen Tagen allein in seiner Hand liegt, ob es wirklich so stattfinden kann oder wird. Denn der Mensch mag planen, aber Gott lenkt seine Schritte! (Sprüche 16,9).
Worin sehen wir die Vorteile dieser Form der Christengemeinschaft?
Erstens:
Gesetzlichkeit führt fast immer zu Streit!
Zweitens:
Strukturen, festgelegte Ämter und Planungen führen zu Neid!
Das wollen wir um jeden Preis vermeiden, denn eine Christengemeinschaft hat Jesus Christus als HERRN zum Mittelpunkt, und ist nicht vergleichbar mit einem Schützenverein, Kaninchenzüchterclub oder Angelverein, wo diese Strukturen notwendigerweise gewählt werden müssen, weil die Gemeinschaft dort menschliche Ziele hat! Wo man aber göttliche Ziele hat, muss man alles in Gottes Hände legen und dort auch lassen!
In diesem Sinne: Herzlich willkommen an alle Interessierten in Molbergen.








